Vorsicht
Feinstaub – von der Lunge direkt ins Blut!
Feinstaub (Definition PM 10) verursacht in Österreich
jährlich mehr als 2.400 so genannte „vorgezogene“ Todesfälle, rund 2.600
Fälle chronischer Bronchitis bei Erwachsenen, mehr als 20.500
Bronchitisfälle bei Kindern sowie mehr als 55.000 Asthma-Anfälle.
Die Definition PM 10 (Feinstaub) bedeutet, dass die
einzelnen Partikel der Staubteilchen nicht größer als 10 Mikrometer (10
mm = 10 Mal geringer als ein Haardurchmesser) sind und bereits tief in
die Lunge eindringen, da die Filterwirkung des Nasen-Rachenraumes für
diese Partikelgröße nicht mehr ausreicht. Ultrafeine Teilchen in einer
Größenordnung von weniger als 0,1 Mikrometer gelangen in die
Lungenbläschen und von dort direkt ins Blut, was die unterschiedlichsten
Krankheitsbilder hervorruft und nicht nur im Herz-Kreislaufbereich oder
diverser Atemwegserkrankungen. Infolge Staubinhalationen dringen diese
sogar bis in das Gehirn vor und wirken toxisch, ein Umstand der umso
dramatischer ist, als das körpereigenen Epithelgewebe diese Partikel
nicht mehr als „ausscheidungswürdig“ ansieht und damit das Immunsystem
stört.
Durch die Gesamtfeinstaubbelastung ergibt sich in unseren
Breiten eine reduzierte Lebenserwartung um durchschnittlich einem Jahr,
die Morbidität (Krankheitsfälle) nicht mitgerechnet.
Verantwortlich für Feinstaub zeichnet zum überwiegenden
Teil die Industrie, gefolgt vom Autoverkehr. Hinzu kommen verschiedene
Risiken wie Rauchen, Hausbrand und alltägliche Umweltbelastungen.
Schutz vor all dem – mit Ausnahme des Rauchens – gibt es
kaum. Zwar misst man an befahrenen Durchzugstraßen die höchsten
Schadstoffkonzentrationen. Wer allerdings meint, dass er hinter
geschlossenen Fenstern sicher ist irrt gewaltig.
Die gefährlichen Feinpartikel gelangen als Schwebstoffe
durch sämtliche Ritzen und Poren, im wahrsten Sinne des Wortes.
Zusammenfassend:
Feinstaubpartikel sollen daher nur so gering als möglich
in die Umgebungsluft gelangen. Dazu bedarf es Maßnahmen wie
Geschwindigkeitsbeschränkungen, Partikelfilter, verbrennen fossiler
Brennstoffe, Staubentwicklungen aller Art oder Senkung des
Verkehrsaufkommens im Allgemeinen. Auch bei Bauvorhaben ist Rücksicht
gegenüber seinem Nächsten angebracht, um kommunale Beziehungen
konfliktfrei halten zu können.
In eigener Sache:
Streusplitt ist einer der Hauptverursacher von
Staubentwicklung und damit auch von Feinstaub. Dazu kommt, dass sich zu
den zerriebenen Steinpartikel auch Hundekot, Reifenabriebe, Salze,
Verbrennungsrückstände und vieles andere mehr gesellt und ein geradezu
klassisches Giftgemisch darstellt.
Die Verantwortlichen der Gemeinde Pressbaum sind jedoch
bemüht, dieses Konglomerat so ehest als möglich wieder einzusammeln, bei
einem Straßennetz von 64 Kilometer dauert das jedoch. Aufgrund der
Streumenge ist heuer auch mit mehrmaligen Kehrfahrten zu rechnen, wobei
das Zusammenwirken seitens der Bevölkerung
wünschenswert wäre.
Dabei würde es schon genügen, wenn:
1.
zu den Kehrzeiten willkürlich abgestellte
Fahrzeuge aus den Räumzonen weggefahren werden.
2.
der Streusplitt von den Gehsteigen gekehrt
wird.
3.
der Streusplitt nicht zu „Haufen“ sondern
frei auf der Strasse aufliegt.
Sämtliche Räumfahrzeuge sind mit Sprühtanks ausgerüstet,
eigenmächtiges Befeuchten des jeweiligen Straßenabschnittes verhindert
die Staubentwicklung aber bedeutend.
Sämtliche Angaben beziehen sich auf sachbezogene
Ausführungen, erheben nicht den Anspruch auf Vollständigkeit und sind
ohne Gewähr.
Lit: Wien-Umgebung Amtsblatt Nr.3, NÖ-Landes-HP,
Bundesgesetzblatt 75 & 77. Verordnung.
Weitere Informationen befinden sich auf dieser Internetseite unter „Pressbaum A – Z“
Autor: Wolfgang
Kalchhauser –
Freier Gemeinderat