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Linkweg: Startseite / Aktuelles Info-Point / Feuerbrand

 

 

INFORMATION

Genanalyse "löscht" Feuerbrand

 

Bei Befall ist umgehend die Gemeinde zu verständigen und die befallene Pflanze darf nicht berührt werden.

Prospekte über diese Pflanzenkrankheit liegen bei der Gemeinde auf, oder sie rufen Herrn GR Ing. Schuster, als Feuerbrandbeauftragten an. Telefon : 0664 5265359

 

Umfassende Bekämpfungsstrategie soll Feuerbrand-Ausbreitung eindämmen

Um die Ausbreitung der für Kernobst und anfällige Ziergehölze gefährlichen Pflanzenseuche Feuerbrand bestmöglich zu verhindern, hat die AGES in Zusammenarbeit mit Experten aller Wirtschaftsbereiche entlang der Lebensmittelkette eine umfassende Bekämpfungsstrategie für 2009 entwickelt. Die Anwendung des Antibiotikums Streptomycin ist auch heuer erlaubt, die Auflagen wurden aber drastisch verschärft.
 
Nachhaltige effektive Methoden zur Bekämpfung dieser gefährlichen Krankheit gibt es derzeit nicht, darin sind sich die Experten einig. Daher sei es besonders wichtig, mit einer umfassenden Strategie ihre Verbreitung einzudämmen. Diese betrifft allgemeine Maßnahmen für den Intensiv- und Streuobstbau, den Zierpflanzenbau, Privatgärten, öffentliches Grün und Baumschulen, die sich auf Prävention durch Sortenwahl, die sorgsame Sanierung etwa durch Vernichtung des befallenen Materials, die Einhaltung der gebotenen Hygienemaßnahmen, die regelmäßige Kontrollen auf Symptome sowie spezielle praktische Empfehlungen für den Intensivobstanbau beziehen.
Zeitgleich sollen die Forschung intensiviert und die Öffentlichkeit über die Pflanzenseuche Feuerbrand informiert werden. Und Schlussendlich geht es um die Zulassung und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln, wie dem Antibiotikum Streptomycin.

 

>> Folder 2008

Einsatz von Streptomycin 2008

Die wirksamste und derzeit einzige verfügbare Substanz mit einem beständig hohen Wirkungsgrad von über 70% gegen Erwinia amylovora, den Quarantäneschaderreger von Feuerbrand bei Rosenholzgewächsen, ist laut den Wissenschaftlern des Bundesamtes für Ernährungssicherheit (BAES) das Antibiotikum Streptomycin. Nach dem starken Feuerbrandbefall vor zwei Jahren war 2008 der kontrollierte Einsatz von insgesamt 34 kg Streptomycin auf 189 Hektar genehmigt worden - das sind 2,4% der gesamten Kernobstbauflächen Österreichs.

 

Quelle: Landwirtschaftskammer Niederösterreich

 

 

>> 2007 <<

In Niederösterreich greift der Feuerbrand weiter um sich

>Die Kosten für das Feuerbrandbekämpfungssystem werden derzeit vom Land Niederösterreich getragen.<

Foto einer mit Feuerbrand befallenen Quitte

Schatten

2007 wurden in Niederösterreich bereits 335 Feuerbrandfälle verzeichnet. Einzelne Bäume und Sträucher sind im Most– und Waldviertel festgestellt, verschärft ist die Situation im oberen Weinviertel. Aufgrund der Bekämpfungsmaßnahmen, die in den letzten Jahren in durchgeführt wurden, konnten größere Schäden an Nutz– und Zierwirtspflanzen bisher aber verhindert werden. Die Pflanzenkrankheit Feuerbrand wird durch das leicht übertragbare Bakterium Erwinia amylovora verursacht. Der Schaderreger ist deshalb so gefährlich, weil große Baumkronen und Zierwirtspflanzen großflächig nicht chemische behandelt werden können.
 

Derzeitige Bekämpfung

Befallene Pflanzen oder Pflanzenteile werden entfernt und durch Verbrennen vernichtet, um ein Übergreifen auf gesunde Pflanzen zu verhindern. Anfällig für den Erreger sind sog. apfelfrüchtige Rosengewächse. Dazu gehören Nutzpflanzen wie zum Beispiel Apfel, Birne, Quitte und Mispel als auch Zierpflanzen wie der hoch anfällige Cotoneaster (Zwergmispel), Weiß- und Rotdorn, Ebereschen, Felsenbirne und Feuerdorn.
 
Befallene Pflanzen sehen aus wie verbrannt oder verdorrt. Die dunkelbraun bis schwarz verfärbten und eingetrockneten Blätter hängen von den Ästen. Bei feucht-warmer Witterung tritt aus den Befallsstellen milchig-weißer, später rotbrauner bis gelbbrauner Bakterienschleim aus. Eine genaue Analyse ist jedoch nur während der Vegetationsperiode möglich und wird von geschulten Sachverständigen durchgeführt. Verbreitet wird die Krankheit über Regen, Wind, Vögel, Insekten und den Menschen. Verdächtige oder befallene Pflanzenteile sollten nicht berühren werden, da akute Verschleppungsgefahr besteht. Für Menschen und Tiere ist der Schaderreger aber unbedenklich.
Quelle: Landwirtschaftskammer Niederösterreich
 

 

Der Feuerbrand, eine hochinfektiöse und schwer zu bekämpfende Krankheit verschiedener Obst- und Ziergehölze greift weiter um sich: Im vergangenen Jahr hat sich die Situation in den benachbarten Bundesländern verschärft. In Niederösterreich sind bis dato (seit 2004) 904 Feuerbrandfälle bestätigt worden. Da diese Pflanzenseuche bei den Kernobstarten, vor allem bei den Birnensorten, sehr großen wirtschaftlichen Schaden anrichtet und zudem sehr leicht übertragbar ist, werden große Anstrengungen unternommen, die gefährdeten Pflanzen davor zu schützen.

Der Feuerbrand breitet sich durch eine Bakterienschleim-Tröpfcheninfektion, aber auch durch herumfliegende Insekten wie Wespen und Bienen aus. Die Verbreitung des Feuerbrands durch Menschen, welche die infizierten Bäume berühren, ist ebenfalls möglich. Die Bäume sterben relativ rasch ab: Der Bakterieninfektion folgt das Absterben von Blättern, bis die Krankheit auch den Stamm erreicht. Beim Feuerbrand bleiben übrigens die Blätter am Baum hängen. Für Menschen und Tiere droht aber keine Gefahr, so Dipl.Ing. Wolfgang Weigl von der NÖ Landes-Landwirtschaftskammer in St. Pölten.

Wegen der Gefährlichkeit ist der Feuerbrand meldepflichtig. Die Meldung hat beim zuständigen Gemeindeamt zu erfolgen. Wenn der Verdacht begründet ist, wird ein Sachverständiger eingeschaltet, der Proben zieht, die dann untersucht werden. Nur durch eine Laboruntersuchung kann in Zweifelsfällen der Befall mit Feuerbrand eindeutig festgestellt werden. Wenn der Verdacht eindeutig bestätigt wurde, legt der Sachverständige die Bekämpfung – etwa Rodung oder Rückschnitt der Bäume – fest. Diese Bekämpfungsmaßnahmen werden ausschließlich von geschulten Personen des Maschinenringservices durchgeführt. Die Kosten werden von der Gemeinde, die Gebühren der Sachverständigen sowie die Aufwände der Rodetrupps vom Land Niederösterreich bezahlt.

Nähere Informationen: 
NÖ Landes-Landwirtschaftskammer in St. Pölten
       Dipl.Ing. Wolfgang Weigl, Telefon 02742/259-2601
       Ing. Christian Haselberger, Telefon 02742/259-2603

 

INFO Tabelle

Stellen des Österreichischen Pflanzenschutzdienstes    

Dienstellenleiter

 

  Weitere Kontaktpersonen
Burgenländische Landwirtschaftskammer
Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Esterhazystraße 15
7001 E i s e n s t a d t
  Ing. Winter
Tel.
+43 (2682) 702-656
Fax.
+43 (2682) 702-691
sonderkulturen@lk-bgld.at
  Ing. Vertes
Tel. +43 (2682) 702-0
Fax. +43 (2682) 702 691
 
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Tel. +43 (2682) 702 691
Amt der Kärntner Landesregierung
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Amtlicher Pflanzenschutzdienst
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9021 K l a g e n f u r t
Dr. Haller
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Fax.
+43 (463) 536-31100
Abt11post@ktn.gv.at
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Tel. +43 (4358) 2296
Fax. +43 (4358) 3631
h_gartner@lk-kaernten.at
obstbau@lk-kaernten.at
Niederösterreichische
Landes-Landwirtschaftskammer
Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Wiener Strasse 64
3100 St. Pölten
Dr. Gottfried Holzer
Tel.
+43 (2742) 259-2601
Fax.
+43 (2742) 259-2209
Ing. Haselberger
Tel. +43 (2742) 259-2603
Fax. +43 (2742) 259-1099
christian.haselberger@lk-noe.at
Landwirtschaftskammer für Oberösterreich
Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Auf der Gugl 3
4021 L i n z
Dipl.-Ing. Köppl
Tel.
+43 (732) 6902-1412
Fax.
+43 (732) 6902-1427
kopphub@lk.-ooe.at
Frau Ing. Leitner
Tel. +43 (732) 6902-1409
Fax. +43 (732) 6902-1427
leitelk@lk-ooe.at
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Forstwirtschaft in Salzburg
Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Schwarzstraße 19
5024 S a l z b u r g
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Fax.
+43 (662) 870571-320
beratung@lk-salzburg.at
 
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post@lvz.stmk.gv.at
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Tel. +43 (316) 877-6631
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Tel. +43 (316) 877-6632
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Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Meinhardstraße 8
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+43 (5574) 4000-230
Fax.
+43 (5574) 4000-602
gebhard.bechter@lk-vbg.at
 
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Amtlicher Pflanzenschutzdienst
Hanakgasse 1a
1140 Wien
Ing. Marx
Tel.
+43 (1) 911 25 55-11
Fax.
+43 (1) 911 25 55-42
Herr Ing. Steindl
Tel. +43 (1) 911 25 55-12
Fax. +43 (1) 911 25 55-42
ste@m42.magwien.gv.at
     

 

Weltweit wurde Feuerbrand von folgenden Ländern gemeldet:

Weltkarte mit grafischer Verbreitungs-Darstellung
Schatten
Europa: Albanien, Belgien, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Irland, Italien, Kroatien, Slowenien, Liechtenstein, Luxemburg, Mazedonien, Niederlande, Norwegen, Österreich, Polen, Rumänien, Slowakei, Spanien, Schweden, Schweiz, Serbien, Tschechien, Vereinigtes Königreich, Ungarn, Zypern
Afrika: Ägypten
Asien: Armenien, Iran, Israel, Jordanien, Libanon, Türkei
Amerika: Bermudas, Guatemala, Kanada, Mexiko, USA
Ozeanien: Australien, Neuseeland
 
In Österreich wurde Feuerbrand erstmalig 1993 in Vorarlberg nachgewiesen. Seither wurden weitere Infektionsherde unterschiedlichen Ausmaßes in allen anderen Bundesländern festgestellt.
 
Welche Pflanzen befällt Feuerbrand ?
Zu den von Feuerbrand gefährdeten Hauptwirtspflanzen zählen
Obst:
  • Apfel (Malus; sehr empfindliche bis empfindliche Apfelsorten u.a.: James Grieve, Idared, Granny Smith, Cox Orange, Jonathan, Klarapfel, die Apfelunterlage M26)
  • Birne (Pyrus, anfällige Birnensorten u. a.: Passa Crassana, Conference und Frühe von Trevoux)
  • Quitte (Cydonia)

 

Ziergehölze:
  • Zwergmispel (anfällige Cotoneaster-Arten Cotoneaster salicifolius var. floccosus, C. dammeri, C. watereri, C. bullatus, C. franchetii)
  • Eberesche (Sorbus)
  • Feuerdorn (Pyracantha)
  • Mispel (Mespilus)
  • Stranvaesie (Stranvaesia)
  • Wollmispel (Eriobotrya)
  • Zierquitte (Chaenomeles)
  • Weißdorn (Crataegus)
 
 

Quelle: Technische Universität Wien

[Forschungshomepage] [Außeninstitut] [PR-Abteilung]

Genanalyse "löscht" Feuerbrand
Karl Stich  

 

Die Folgen einer Grippe-Epidemie sind verheerend, die volkswirtschaftlichen Kosten enorm. Ähnliches gilt für Apfel- und Birnenbäume, die mit Feuerbrand infiziert sind. Hier leiden vor allem die Obstbauern, denn das Gesetz lässt in Österreich derzeit nur eine Alternative zu: Rodung. Für manche Obstbauern kann das den finanziellen Ruin bedeuten. Ein Forscher an der Technischen Universität Wien ist überzeugt, mit der Entschlüsselung der Gene Feuerbrand-resistenter Obstbäume den Schlüssel zum Erfolg zu erhalten.

Wissenschafter zerbrechen sich schon seit längerer Zeit den Kopf darüber, wie man Feuerbrand bekämpfen kann. Mit den bisher entwickelten Maßnahmen, wobei die TU Wien bereits einmal im Rahmen eines EU-Projekts federführend tätig war, kann man den Feuerbrand aber noch nicht vollständig bekämpfen. Geht es nach dem TU-Professor Karl Stich, wird sich das aber ändern. Er feilt an der Entschlüsselung von Apfelbaum-Genen.

Erste Erfolge mit Antibiotika und Regalis

Eine wirksame aber keineswegs optimale Lösung zur Bekämpfung von Feuerbrand ist der Einsatz von Antibiotika. Zum einen zeitsensibel (der Zeitpunkt des Spritzens muss so gewählt werden, dass keine Bienen fliegen. Die zulässigen Grenzwerte für Antibiotika im Honig würden dadurch überschritten.), zum anderen nur für den Plantagenobstbau und nicht für den Streuobstbau sinnvoll.

Der TU-Professor Karl Stich vom Institut für Verfahrenstechnik, Umwelttechnik und Technische Biowissenschaften hat sich daraufhin Alternativen zur Bekämpfung des Feuerbrands überlegt – nämlich den Einsatz von Prohexadion-Ca (Handelsbezeichnung: Regalis). Einem EU-Forscherteam unter der Koordination von Karl Stich ist es dadurch gelungen, den sekundären Feuerbrand (Befall des Holzes) in den Griff zu bekommen. Er gibt sich damit jedoch noch nicht zufrieden und erforscht ein weiteres Territorium, um den Feuerbrand langfristig ausrotten zu können: die Genetik von Apfelbäumen.

Entschlüsselung von Genen wird zum Erfolg führen

Mittels Genanalyse Mörder überführen, warum nicht auch den Feuerbrand bekämpfen? Stichs Forschungsinteresse für das Thema Feuerbrand hat ihn auf diese Spur geführt, die er seit 2000 konsequent verfolgt. Er sagt nun auch der primären Feuerbrand-Infektion (Befall der Blüten) den Kampf an.

Stich setzt auf sogenannte "Re-Sorten". Das sind Apfelsorten wie zB. Retina, Reglindis, Reka, Relinda, etc, die nicht nur schorfresistent, sondern außerdem robust gegenüber Mehltau und Feuerbrand sind. Diese Sorten schalten von Haus aus viele Krankheiten aus.

Karl Stich blickt nun sozusagen hinter die Kulissen der resistenten Apfelsorten um herauszufinden, welche Gene für die Resistenz gegen Feuerbrand verantwortlich sind. Das allein reicht aber noch nicht aus. Schließlich wollen die Konsumenten große Äpfel, die geschmacklich superb und noch dazu lagerfähig sind. Eine komplexe Herausforderung, der sich Prof. Stich im Rahmen eines vom Landwirtschaftsministeriums in Kooperation mit allen neun Bundesländern geförderten Projektes widmet, das noch bis Juli 2006 läuft.

Das Projekt soll physiologische und genetische Mechanismen der quantitativen Resistenz des Apfels gegen Feuerbrand aufklären. Im Mittelpunkt stehen Flavonoide und der Flavonoidstoffwechsel. Das sind die "Kandidaten", die zur erhöhten Resistenz der Krankheit beitragen. Darüber hinaus soll in systematischen molekulargenetischen Experimenten die Genetik, die involvierten Gene und weitere Faktoren der Resistenz untersucht werden. Die Erstellung einer Genkarte und Platzierung von Quantitative Trait Loci (QTLs) für Feuerbrandresistenz auf dieser Karte ermöglichen die Entwicklung von molekularen Markern. Diese Marker werden dann für markergestützte Selektion resistenter Sorten sowie zur Diagnostik des Resistenzpotentials existierender Apfelsorten im österreichischen Obstbau eingesetzt.

Das Projekt "Molekulare und biochemische Untersuchungen der Toleranzmechanismen von Apfel gegen Feuerbrand" läuft von August 2003 bis Juli 2006. Die Kooperationspartner von Karl Stich sind das ARC Seibersdorf (Eva Wilhelm), AGES (Sylvia Blüml) sowie die Deutsche Bundesanstalt für Züchtungsforschung – Dresden-Pillnitz (Viola Hanke) und der Lehrstuhl für Obstbau der TU München, Freising-Weihenstephan (Dieter Treutter).

Steckbrief: Feuerbrand

Die Bezeichnung "Feuerbrand" kommt daher, weil die mit dieser Krankheit infizierten Bäume aussehen, als ob man die Zweige über das Feuer gehalten hätte – braun bis schwarz, dürr und eingerollt. Feuerbrand ist ein Bakterium, das "nur" apfelfrüchtige Rosengewächse befällt (Apfel, Birne, Feuerdorn, Quitte, Weiß- und Rotdorn, etc). Feuerbrand ist hoch infektiös und wird sehr leicht durch Insekten aber auch durch Garten-Werkzeug übertragen. Besonders günstige Bedingungen hat das Bakterium bei schwülem Wetter.

Feuerbrand ist eine Pflanzenkrankheit, die vor ca. 200 Jahren erstmals in den USA auftrat. Danach schwappte die Infektion nach Kalifornien und Neuseeland über. Von dort wurde die Krankheit höchstwahrscheinlich durch den Export von Früchten nach Europa importiert. In Europa trat Feuerbrand 1957 in Südengland erstmalig auf, 1993 wurde das erste Feuerbrandauftreten in Vorarlberg nachgewiesen. Seit 2001 ist erstmals kein österreichisches Bundesland nachgewiesenermaßen feuerbrandfrei.

 

 

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